Mit dem Break-even-ROAS weißt du, ab wann Anzeigen Geld verdienen

Ein hoher ROAS im Werbekonto sagt noch nichts über den Gewinn. Erst mit Marge und Versandkosten ergibt sich dein Break-even-ROAS, also der Umsatz pro Werbe-Euro, ab dem dein Shop an einer Bestellung nicht mehr draufzahlt.

€

Netto, also ohne Mehrwertsteuer. In der Shop-Auswertung heißt der Wert meist durchschnittlicher Bestellwert. Prüf dort, ob Steuer und Versand enthalten sind.

%

Warenkorb minus Einkaufspreis der Ware, in Prozent vom Warenkorb.

€

Versand, Verpackung, Gebühren des Zahlungsanbieters und anteilige Kosten für Retouren.

Ergebnis

2,73

Break-even-ROAS (Umsatz pro Werbe-Euro)

Rohertrag pro Bestellung
30,00 €
Deckungsbeitrag vor Werbung
22,00 €
Maximale Werbekosten pro Bestellung (Break-even)
22,00 €
Maximaler Werbekostenanteil am Umsatz
36,7 %

Liegt dein tatsächlicher ROAS über diesem Wert, bleibt an der einzelnen Bestellung nach der Werbung etwas übrig. Fixkosten wie Miete und Gehälter sind nicht eingerechnet. Die Startwerte sind Beispiele, keine Branchenwerte.

ROAS-Ziel in der Potenzialanalyse besprechen

So rechnet der Rechner

  1. Rohertrag pro Bestellung = Warenkorb mal Rohertragsmarge.
  2. Deckungsbeitrag vor Werbung = Rohertrag minus variable Kosten pro Bestellung.
  3. Dieser Deckungsbeitrag ist zugleich das Maximum, das eine Bestellung an Werbung kosten darf.
  4. Break-even-ROAS = Warenkorb geteilt durch Deckungsbeitrag. Der maximale Werbekostenanteil ist der umgekehrte Blick: Deckungsbeitrag geteilt durch Warenkorb.

Häufige Fragen

Was bedeutet ROAS?

ROAS steht für Return on Ad Spend, also den Umsatz pro ausgegebenem Werbe-Euro. Ein ROAS von 4 heißt: Aus einem Euro Werbung werden 4 Euro Umsatz. Ob dabei Gewinn entsteht, verrät die Zahl allein nicht. Dafür brauchst du Marge und Nebenkosten, und genau die rechnet dieser Rechner ein.

Rechne ich mit Brutto- oder Nettowerten?

Mit Nettowerten, also ohne Mehrwertsteuer. Je nach Einrichtung übergibt dein Shop den Bestellwert aber inklusive Steuer oder Versand an Meta oder Google. Dann zeigt das Werbekonto einen höheren ROAS, als tatsächlich bei dir ankommt, und dein Ziel im Konto muss entsprechend höher liegen. Wie dein Tracking das handhabt, prüfen wir in der Potenzialanalyse.

Muss schon die erste Bestellung Gewinn bringen?

Nicht zwingend. Kaufen deine Kunden regelmäßig nach, darf die erste Bestellung knapper kalkuliert sein, weil Folgekäufe über E-Mail-Marketing und Stammkundschaft oft ohne erneute Anzeigenkosten kommen. Das setzt voraus, dass du deine Wiederkaufrate aus echten Zahlen kennst, statt auf sie zu hoffen.

Mein ROAS liegt über dem Break-even. Warum bleibt trotzdem wenig übrig?

Weil der Break-even-ROAS nur die einzelne Bestellung betrachtet. Fixkosten wie Lager und Gehälter muss der Überschuss darüber erst noch decken. Prüf außerdem das Tracking: Zählt das Werbekonto Käufe doppelt oder rechnet es sich Bestellungen zu, die auch ohne Anzeige gekommen wären, sieht der ROAS besser aus, als er ist.

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