API
Eine API (Application Programming Interface, deutsch Programmierschnittstelle) ist eine festgelegte Schnittstelle, über die zwei Programme Daten austauschen und Funktionen des anderen nutzen können, ohne dass ein Mensch Daten von Hand übertragen muss.
Wie eine API funktioniert
Eine API legt fest, welche Anfragen ein System annimmt und in welchem Format es antwortet. Bei Web-APIs schickt ein Programm eine Anfrage an eine bestimmte Adresse, den sogenannten Endpunkt, zum Beispiel mit dem Auftrag, alle neuen Bestellungen zu liefern oder einen Kontakt anzulegen. Das andere System prüft zuerst die Berechtigung und schickt dann eine Antwort zurück, meist im Datenformat JSON.
Die meisten Web-APIs folgen dem REST-Prinzip. Sie nutzen die HTTP-Methoden GET zum Lesen, POST zum Anlegen, PUT oder PATCH zum Ändern und DELETE zum Löschen. Zur Authentifizierung dienen meist API-Schlüssel oder Zugriffstoken nach dem Verfahren OAuth, bei dem ein Nutzer einer Anwendung gezielt Zugriff auf sein Konto erteilt, ohne sein Passwort weiterzugeben.
Wofür Unternehmen APIs nutzen
Die meisten verbreiteten Programme bieten eine API, etwa Shopify, gängige CRM-Systeme und Buchhaltungssoftware sowie die Werbeplattformen von Google und Meta. Über diese Schnittstellen lassen sich Programme verbinden, die sonst nebeneinanderher laufen. Eine Bestellung im Shop erzeugt dann automatisch eine Rechnung, und ein Lead aus dem Website-Formular erscheint ohne Abtippen im CRM.
Auch das Tracking läuft zunehmend über APIs. Die Conversions API von Meta überträgt Ereignisse wie Käufe oder Leads direkt vom Server an Meta, statt sich allein auf den Browser der Besucher zu verlassen.
Worauf es in der Praxis ankommt
Eine API ist nur so gut wie ihre Dokumentation. Vor jeder Anbindung lohnt ein Blick auf die Grenzen: Viele Anbieter begrenzen die Zahl der Anfragen pro Minute (Rate Limits), und manche Endpunkte gibt es nur in bestimmten Tarifen.
Stabile Anbindungen fangen Fehler ab und protokollieren fehlgeschlagene Übertragungen, damit keine Bestellung und kein Lead unbemerkt verloren geht. Zugangsschlüssel gehören in eine gesicherte Konfiguration, nie in den sichtbaren Quelltext einer Website. Hat eine Software gar keine API, bleiben Umwege wie ein regelmäßiger CSV-Export, die aber fehleranfälliger sind.
Beispiel: Angenommen, ein Onlineshop überträgt jede Bestellung von Hand in die Warenwirtschaft. Über die API des Shops ruft ein kleines Programm alle zehn Minuten neue Bestellungen ab und legt sie im Warenwirtschaftssystem an. Das Abtippen entfällt und mit ihm die Tippfehler bei Adressen und Artikelnummern. Noch schneller geht es mit einem Webhook, den der Shop bei jeder neuen Bestellung selbst auslöst.