Webhook
Ein Webhook ist eine automatische Nachricht, die ein System an eine hinterlegte Internetadresse schickt, sobald ein bestimmtes Ereignis eintritt, etwa eine neue Bestellung oder eine Formularanfrage. Das empfangende System kann sofort reagieren, ohne ständig nachfragen zu müssen.
So funktioniert ein Webhook
Du hinterlegst im sendenden System eine Adresse (URL) und wählst die Ereignisse aus, die gemeldet werden sollen. Tritt ein solches Ereignis ein, schickt das System eine HTTP-Anfrage an diese Adresse, meist per POST. Im Inhalt stecken die Daten zum Ereignis, üblicherweise im Format JSON. Der Empfänger bestätigt den Eingang mit einem Statuscode wie 200 und verarbeitet die Daten weiter.
Der Unterschied zur klassischen API-Abfrage liegt in der Richtung. Beim sogenannten Polling fragt ein Programm in festen Abständen nach, ob es etwas Neues gibt. Ein Webhook dreht das um: Das Quellsystem meldet sich nur, wenn tatsächlich etwas passiert ist. Das spart Anfragen, und die Daten kommen in der Regel binnen Sekunden an.
Typische Einsätze im Betrieb
Webhooks sind der übliche Startpunkt für Automatisierungen. In Make und n8n beginnt ein Ablauf oft mit einem Webhook als Auslöser. Ein Kontaktformular schickt zum Beispiel die Anfrage, und der Ablauf legt daraus einen Kontakt im CRM an und benachrichtigt das Team.
Shopsysteme wie Shopify melden per Webhook etwa neue Bestellungen oder Stornierungen, Zahlungsanbieter melden eingegangene Zahlungen. Auch viele Buchungssysteme und Telefonanlagen können Ereignisse auf diesem Weg weitergeben.
Worauf du bei Webhooks achten solltest
Eine Webhook-Adresse ist aus dem Internet erreichbar. Viele Anbieter signieren ihre Nachrichten deshalb mit einem geheimen Schlüssel, meist per HMAC. Der Empfänger sollte diese Signatur prüfen, bevor er etwas verarbeitet, sonst kann jeder, der die Adresse kennt, gefälschte Daten einschleusen.
Außerdem kann dieselbe Nachricht mehrfach ankommen, weil Anbieter bei Fehlern erneut senden. Ein sauberer Empfänger erkennt Dubletten anhand der Ereignis-ID und legt eine Bestellung nicht zweimal an. Ist der Empfänger länger nicht erreichbar, gehen je nach Anbieter Nachrichten verloren. Eine Fehlerbenachrichtigung gehört deshalb zu jeder produktiven Automatisierung.
Beispiel: Angenommen, auf deiner Website füllt jemand das Anfrageformular aus. Das Formular löst einen Webhook aus. n8n legt daraufhin den Kontakt im CRM an und schickt dem Vertrieb eine Nachricht mit Name und Anliegen. Zwischen Absenden und Benachrichtigung vergehen wenige Sekunden, und niemand muss E-Mails abtippen.