ROAS

ROAS (Return on Ad Spend) ist der Umsatz, den du pro ausgegebenem Werbe-Euro erzielst. Du berechnest ihn als Umsatz aus Anzeigen geteilt durch die Werbekosten und gibst ihn als Faktor oder in Prozent an.

So wird ROAS berechnet

Die Formel lautet Umsatz aus Werbung geteilt durch Werbekosten. Google Ads führt den Wert als Conversion-Wert pro Kosten und arbeitet in Prozent, etwa bei der Gebotsstrategie Ziel-ROAS. Meta Ads zeigt ROAS meist als Faktor. Beide Angaben meinen dasselbe: Ein Faktor von 4 entspricht 400 %.

Wie aussagekräftig der Wert ist, hängt vom Tracking ab. Die Werbeplattform zählt nur Umsätze, die sie einer Anzeige zuordnen kann. Fehlt die Einwilligung oder läuft der Kauf über einen anderen Weg, fehlt dieser Umsatz im ROAS.

Warum ROAS nicht gleich Gewinn ist

ROAS misst Umsatz, nicht Gewinn. Ob sich Werbung lohnt, zeigt erst der Break-even-ROAS, also der Wert, ab dem deine Marge die Werbekosten deckt. Du berechnest ihn als 1 geteilt durch deine Marge nach Wareneinsatz und variablen Kosten. Bei 20 % Marge liegt er bei 5.

Liegt dein ROAS darunter, verlierst du mit jedem Verkauf Geld, auch wenn das Werbekonto gute Zahlen zeigt. Wiederkäufe verschieben die Rechnung. Wer den Wert eines Kunden über mehrere Käufe kennt, kann beim ersten Kauf einen niedrigeren ROAS akzeptieren.

Wann ROAS in die Irre führt

Für Leadgenerierung ohne direkten Umsatz taugt ROAS nur, wenn du Leads einen Wert gibst, etwa aus Abschlussquote und durchschnittlichem Auftragswert. Sonst sind die Kosten pro Lead die bessere Kennzahl.

Auch ein sehr hoher ROAS kann ein Warnsignal sein. Oft stecken dahinter Kampagnen, die vor allem Bestandskunden oder Suchen nach dem eigenen Markennamen bedienen. Diese Käufe wären häufig auch ohne Anzeige zustande gekommen.

Beispiel: Angenommen, ein Onlineshop gibt 1.000 € für Anzeigen aus und erzielt damit 4.000 € Umsatz. Der ROAS liegt bei 4 oder 400 %. Hat der Shop 20 % Marge, liegt sein Break-even-ROAS bei 5. Trotz des ordentlich wirkenden Werts verliert er Geld, denn 4.000 € Umsatz bringen nur 800 € Marge bei 1.000 € Werbekosten.

Häufige Fragen

Was ist ein guter ROAS?

Ein guter ROAS liegt über deinem Break-even-ROAS, und zwar mit so viel Abstand, dass auch Fixkosten und Gewinn gedeckt sind. Pauschale Zielwerte helfen wenig, weil Margen je nach Branche und Produkt stark schwanken.

Was ist der Unterschied zwischen ROAS und ROI?

ROAS setzt Umsatz ins Verhältnis zu den Werbekosten. ROI betrachtet den Gewinn nach allen Kosten im Verhältnis zur Investition. Ein ROAS über 1 bedeutet deshalb nicht automatisch einen positiven ROI.

Warum weicht der ROAS im Werbekonto vom Umsatz im Shop ab?

Werbeplattformen ordnen Käufe nach eigenen Regeln zu, etwa mit unterschiedlichen Zeitfenstern nach Klick oder Ansicht. Kauft jemand nach Anzeigen auf zwei Plattformen, zählen oft beide den Umsatz. Die Summe in den Werbekonten liegt dann über dem tatsächlichen Umsatz.

    • Marketing

    Lead

    Ein Kontakt, der Interesse an deinem Angebot gezeigt und dir seine Kontaktdaten hinterlassen hat.

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    Retargeting

    Werbung für Menschen, die schon Kontakt mit deinem Unternehmen hatten, etwa auf deiner Website.

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    Local SEO

    Alle Maßnahmen, mit denen ein Unternehmen bei Suchanfragen mit Ortsbezug besser gefunden wird.

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